Prokrastination

 f.  Z

Bedeutungen

[1] Psychologie: Verhalten, unangenehme, jedoch notwendige Arbeiten und Entscheidungen aufzuschieben
Herkunft
Entlehnung aus Latein procrastinatio „Vertagung“ (siehe auch procrastinare „vertagen“ → prokrastinieren), ein Kompositum (Zusammensetzung) aus der Präposition pro „für“ und dem Adjektiv crastinus „morgig“ (dieses zu dem Adverb cras „morgen“). Der Begriff wurde im 16. Jahrhundert erstmals verwendet.❬ref❭, Seiten 129, 405.❬/ref❭
Synonyme
[1] Aufschiebeverhalten, Handlungsaufschub, umgangssprachlich: Aufschieberitis
Sinnverwandte Wörter
[1] Übersprungverhalten, Verschleppung, Verzögerung, auf die lange Bank schieben
Gegenwörter
[1] Dynamik, Hyperaktivität, Tatendrang
Oberbegriffe
[1] Verhalten, Geisteshaltung
Beispiele
[1] Erst wenn die Aufschieberitis chronisch wird und jemand gewohnheitsmäßig Aufgaben vertagt, die eigentlich erledigt werden müssen, spricht man von Prokrastination.❬ref❭❬/ref❭
[1] Seit etwa 15 Jahren nehmen sich Psychologie und Psychiatrie immer mehr dieses Themas an – eigentlich erstaunlich spät für ein Phänomen, das bereits seit dem 16. Jahrhundert einen Namen hat: Prokrastination.❬ref❭❬/ref❭
[1] Prokrastination kann sich auch als Teil einer psychischen Störung wie einer Depression, einer Angststörung, einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder einer Psychose äußern.❬ref❭❬/ref❭

Referenzen

[1] Wikipedia-Artikel Prokrastination
[1] Duden online Prokrastination
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache Prokrastination
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon Prokrastination
Quellen

Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ Prokrastination
Genitiv Prokrastination
Dativ Prokrastination
Akkusativ Prokrastination

Worttrennung

Pro·kras·ti·na·ti·on, kein Plural
Aussprache
IPA ˌpʀokʀastinaˈʦi̯oːn
Hörbeispiele:
Betonung
Prokrastinatio̲n